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Infos und Benchmarks zur Ryzen-5000-Serie [Update]

von | Apr 18, 2022 | CPU | 0 Kommentare

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Am 8. Oktober 2020 hat AMD seine neue CPU-Serie Ryzen 5000 der Öffentlichkeit vorgestellt. Nachdem AMD bereits mit dern Ryzen-3000-CPUs gegenüber Konkurrent Intel deutlich an Boden gewinnen konnte, will sich der Chiphersteller mit der „Zen 3“-Generation erstmals seit dem Erscheinen der Athlon-64-Serie im Jahr 2003 wieder den Titel für die schnellsten Spiele-CPUs zurückerobern.

Die Ryzen-5000-Serie umfasst neben dem Topmodell Ryzen 9 5950X (16 Kerne/32 Threads) die Modelle Ryzen 9 5900X (12 Kerne/24 Threads), Ryzen 7 5800X (8 Kerne/16 Threads) und Ryzen 5 5600X (6 Kerne/12 Threads). Sie wird ab 5. November im Handel erhältlich sein.

Am 20. April 2022 wird die Modellpalette als Antwort auf Intels 12. Core-i-Generation (Alder Lake) um fünf CPUs erweitert. An der Spitze steht der Ryzen 7 5800X3D stehen, der dank des zusätzlichen, vertikal angelegten 3L-Cache von 64 MB im Spielebereich ein ernstzunehmender Konkurrent für Intels Core i9-12900KS ist.

Verbesserungen gegenüber der Ryzen-3000-Serie (Zen 2)

Um Bandbreite und Zugriffszeit des Cache zu verbessern, wurde der interne Aufbau des Chips leicht verändert. Ein CCX (Core Complex) besteht nun aus 8 CPU-Kernen und 32 MB 3rd-Level-Cache anstatt 4 CPU-Kernen und 16 MB 3rd-Level-Cache. Dadurch kann jeder CPU-Kern auf die doppelte Menge an 3rd-Level-Cache zugreifen, wodurch besonders die Leistung im Single-Core-Betrieb (d.h. es ist nur ein Kern aktiv) erhöht wird.

Weitere Optimierungen umfassen neben dem Cache für Mikroinstruktionen, der Sprungvorhersage auch die Load-/Store-Einheit: Pro Taktzyklus konnen jetzt 3 Operanden geladen (Load) oder 2 Operanden gespeichert (Store) werden, bei der Zen-2-Generation waren es nur 2 bzw. 1 Operand(en).

 

Kompatibilität mit bestehenden Systemen

Die neuen Ryzen-5000-Prozessoren nutzen als Schnittstelle weiterhin den AM4-Sockel. Sie können sowohl auf Mainboards mit den aktuellen 500er I/O-Hubs X570, B550 und A520 als auch mit den I/O- Hubs der Vorgängergeneration X470 und B450 betrieben werden, allerdings erst nach einem entsprechenden BIOS-Update (AGESA 1.0.8.0/1.1.0.0). Für Hauptplatinen mit 400er I/O-Hubs wird es dieses erst 2021 verfügbar sein.

 

Leistung

Laut AMD soll die Anzahl der ausgeführten Befehle pro Taktzyklus (IPC, Instructions per clock) um 19 Prozent höher liegen als bei der Vorgängergeneration Zen 2. Die Spieleleistung des Ryzen 9 5900X unter zehn von AMD ausgewählten Titeln soll im Durchschnitt 26 Prozent über der des Vorgängers Ryzen 9 3900X liegen.
Mit einem Ergebnis von 640 Punkten im Cinebench-R20-Leistungstest (Single-Core-Betrieb) liegt der Ryzen 9 5950X deutlich vor dem bisherigen Spitzenreiter Intel Core i9-10900K, der nur 539 Punkte erreicht.

Im PCGH-Leistungstest für Spiele liegt der Ryzen 5950X (16 Kerne) m Schnitt 11,6 Prozent vor dem bisherigen Spitzenreiter Intel Core i9-10900K (10 Kerne). Allerdings ist der Ryzen 5900X die bessere Alternative, da er trotz des wesentlich niedrigeren Preises fast gleichauf mit dem größeren Bruder liegt. Nachlegen konnte AMD knapp 1,5 Jahre später mit dem Ryzen 7 5800X3D. Die CPU liegt im Durchschnitt 18 Prozent vor dem Ryzen 9 5950X und 15 Prozent vor dem Ryzen 9 5900X, was sie hauptsächlich ihrem größerem Cache verdankt. Oftmals liegt sie sogar vor der schnellsten Intel-CPU, dem Core i9-12900KS: Im Falle von The Witcher 3 und  F1 2021 sind es satte 20 Prozent! Der Ryzen 7 5800X3D ist ein auf Spiele optimierter Prozessor, denn unter Anwendungen ist er sogar etwas langsamer als ein Ryzen 7 5800X – im Cinebench-R23-Leistungstest (Singlecore) liegt der Unterschied bei 8 Prozent.

 

 

Stromverbrauch/Effizienz

Die CPU mit der höchsten Leistung pro Watt von AMD war lange Zeit der Ryzen 5 5600X. Sie wurde mittlerweile durch den Ryzen 7 5800X3D abgelöst. Aber auch insgesamt bieten die AMD-Prozessoren eine höhere Energieeffizienz als die Konkurrenz. Das hat sich auch mit dem Erscheinen von Intels 12. Core-i-Generation kaum geändert.

 

Ryzen-4000-Serie

Bei den Ryzen-4000-Serie handelt es sich um Ryzen-3000-CPUs mit integrierter Grafikeinheit (sog. APUs – Accelerated Processing Units) und verkleinertem 3L-Cache. Sie beruhen noch auf der älteren Zen-2-Mikroarchitektur.

Quellen:

Ryzen-5000-Modellübersicht

Ryzen 5 5500

6 Kerne/12 Threads

3,6 GHz Basistakt

4,2 GHz Turbotakt

16 MB L3-Cache

Ryzen 7 5800X

8 Kerne/16 Threads

3,8 GHz Basistakt

4,7 GHz Turbotakt

32 MB L3-Cache

Ryzen 5 5600

6 Kerne/12 Threads

3,5 GHz Basistakt

4,4 GHz Turbotakt

32 MB L3-Cache

Ryzen 7 5800X3D

8 Kerne/16 Threads

3,4 GHz Basistakt

4,5 GHz Turbotakt

96 MB L3-Cache

Ryzen 5 5600X

6 Kerne/12 Threads

3,7 GHz Basistakt

4,6 GHz Turbotakt

32 MB L3-Cache

Ryzen 9 5900X

12 Kerne/24 Threads

3,7 GHz Basistakt

4,8 GHz Turbotakt

64 MB L3-Cache

Ryzen 7 5700X

8 Kerne/16 Threads

3,4 GHz Basistakt

4,6 GHz Turbotakt

32 MB L3-Cache

Ryzen 7 5950X

16 Kerne/32 Threads

3,4 GHz Basistakt

4,9 GHz Turbotakt

64 MB L3-Cache