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Marktübersicht

Auf dem Markt für PC-Prozessoren gibt es mittlerweile nur noch zwei große Unternehmen: Intel und AMD (Advanced Micro Devices). Obwohl AMD zuletzt wieder deutlich Marktanteile gewinnen konnte, liegt Intel mit über 75 Prozent Marktanteil weiterhin klar an erster Stelle (Quelle).

Intel

Intel unterteilt seine CPUs in verschiedene Produktreihen für unterschiedliche Zielgruppen:

  • Die preisgünstigsten Prozessoren werden unter den Markennamen Celeron (ohne Hyper-Threading-Technik) und Pentium Gold vertrieben. Sie haben nur 2 Kerne und einen kleineren Cache (2 bis 3 MB).

  • Die Core-i3-Serie (4 Kerne) ist geeignet für Anwender, die schnell Alltagsaufgaben wie Briefe schreiben, Diagramme erstellen, im Internet surfen, Musik hören etc. bewältigen wollen.

  • Die i5- und i7-Serie (6 bis 8 Kerne) sind geeignet für anspruchsvollere Anwender, die gute Leistung auch für 4K-Inhalte (Auflösung 3840 x 2160, auch als Ultra-HD bezeichnet) und aktuelle Spiele benötigen.

  • Die i9-Serie (8 und 10 Kerne mit Hyper-Threading) wurde mit der 8. Generation eingeführt und richtet sich an Anwender, die in allen Bereichen sehr gute Leistung erwarten.

  • Als X-Serie werden ausschließlich die leistungsstärksten Modelle mit bis zu 18 Kernen vermarktet, erkennbar an der entsprechenden Endung. Die Extreme Edition hat 18 Kerne.

Quelle

Einsteiger

Celeron G-Serie

2 Kerne

2 Threads

Pentium G-Serie

2 Kerne

4 Threads

Mittelklasse

Core i3

4 Kerne

8 Threads

Core i5

bis zu 10

16 Threads

Core i7

12 Kerne

20 Threads

Core i9

16 Kerne

24 Threads

High-End Desktop

X-Serie

bis zu 18 Kerne

36 Threads

Marktsegmente:
blau = Entry Level (Einsteiger)
grün = Mainstream (Mittelklasse)
rot = High-End Desktop (Oberklasse)

Generationen

GenerationCodenameModelle Anzahl KerneSockelStrukturbreite (nm)
1.Bloomfield (Nehalem)Core i7-920, -940, -9654136645
LynnfieldCore i5-7xx, i7-8xx4115645
Clarkdale
(Westmere)
Core i5-6xx, i3-5xx, Pentium G6xxx, Celeron G1xxx2115632
Gulftown
(Westmere-EP)
Core i7-970, 980, 980X, 990X6115632
2.Sandy BridgeCore i3-2xxx, i5-2xxx, i7-2xxx, Celeron G4xx, G5xx, Pentium G6xx, G8xx2 - 4115532
Sandy Bridge-ECore i7-3820, -39xx4 - 6201132
3.Ivy BridgeCore i3-3xxx, i5-3xxx, i7-37xx, Celeron G16xx, Pentium G2xxx2 - 4115522
Ivy Bridge-ECore i7-48xx, -49xx4 - 6201122
4.HaswellCore i3-4xxx, i5-4xxx, i7-4xxx, Celeron G18xx,
Pentium G3xxx
2 - 4115022
Haswell-ECore i7-58xx, -59xx6 - 82011-322
5.BroadwellCore i5-5675C, Core i7-5775C2 - 4115014
Broadwell-ECore i7-68xx, -69xx6 - 102011-314
6.SkylakeCore i3-6xxx, i5-6xxx, i7-67xx, Celeron G390x, G3920, Pentium G44xx, G4500, G45202 - 4115114
Skylake-XCore i7-78xxX, i7-98xxX, i9-79xxX, i9-7980XE6 - 18206614
7.Kaby LakeCore i3-7xxx, i5-7xxx, i7-770x, Celeron G393x, G3950, Pentium G4560, G46xx2 - 4115114+
8.Coffee LakeCore i3-8xxx, i5-8xxx, i7-8xxx, Celeron G49xx, Pentium G5xxx2 - 6115114++
9.Coffee Lake RefreshCore i9-99xx, Core i7-97xx, Core i5-94/95/96xx, i3-91/93xx, Pentium G54/56xx, Celeron G4930, G49502 - 8115114++
Skylake-X Refreshi9-9820X, i9-99xxX, , i9-9980XE8 - 18206614++
10.Cascade Lake-XCore i9-109xX, i9-10980XE6 - 18206614++
Comet Lake-S Core i9-10900(T/KF/K/F), i7-10700(T/KF/K/F), i5-10600(KF/K/T), i5-10500(T), i5-10400(F/T),Core i3-10320, i3-10300(T), i3-10100(T), Pentium Gold G6600, G6500(T), G6400, Celeron G5920, G5900(T)2 - 10120014++
Comet Lake RefreshCore i3-10325, i3- 10305(T), i3-10105(F/T), Pentium Gold G6605, G6505(T), G6405(T)2 - 4120014++
11.Rocket Lake-S
(Cypress Cove)
Core i9-11900(T/KF/K/F), i7-11700(T/KF/K/F), i5-11600(KF/K/T),i5-11500(T), i5-11400(T/F)6 - 8120014+++
12.Alder Lake-SCore i9-12900(T/KF/K/F), i7-12700(T/KF/K/F), i5-12600(T/K/KF), i5-12500(T), i5-12400(T/F), i3-12300(T), i3-12100(T/F), Pentium G7400(T), Celeron G6900(T)2 - 8 Leistung
0 - 8 Effizienz
170010 (Intel 7)

Erklärungen der Suffixe

F = ohne integrierte Grafikeinheit
K = freier Multiplikator; d.h. die CPU kann übertaktet werden
T = niedrigerer Stromverbrauch für besonders kompakte PCs

Die Mikroarchitekturen und Optimierungen mit den Endungen E und X, die zunächst nur für den Einsatz in Hochleistungs-CPUs im Server- und Workstation-Segment (Xeon) gedacht waren, wurden dann auch in den Oberklasse-CPUs für den Einzelplatz-PC (HEDT = High-End Desktop) verwendet. Sie weisen im Vergleich zu den normalen Prozessoren folgende Unterschiede auf:

  • 4 statt 2 Speicherkanäle (Quad-Channel)
  • größerer Arbeitsspeicher (bis zu 128 GiB pro Speicherkanal)
  • keine integrierte Grafikeinheit
  • mehr CPU-Kerne (bis zu 18)
  • mehr PCIe-Lanes (bis zu 44)

CPUs der Cascade-Lake-X-Generation untersützen bis zu 256 GiB RAM pro Speicherkanal und max. 48 PCIe-Lanes.
Da entsprechende CPUs nicht nur wesentlich teurer sind, sondern auch andere Sockel und Chipsätze benötigen, sind sie nur absoluten Enthusiasten zu empfehlen. Sparen Sie sich das Geld lieber für eine schnelle SSD oder eine bessere Grafikkarte!

Verbesserungen und Optimierungen

Bloomfield

  • QuickPath-Architektur
  • 3-Kanal-Speicher
  • 20- bis 24-stufige Pipeline

Lynnfield

  • neben dem Speichercontroller wurde auch der PCI-Express-Controller in die CPU verlagert

Clarkdale

  • integrierte Grafikeinheit mit Speicher-Controller außerhalb der CPU-Kerne
  • neue Befehle zur AES-Verschlüsselung (AES-NI)
  • unterstützt Seitengrößen bis zu 1 GB (bisher 4 MB)

Gulftown

  • erstmalig 6 CPU-Kerne
  • 3 Speicherkanäle

Sandy Bridge

  • Grafikeinheit und Speicher-Controller befinden sich auf demselben Chip wie die CPU-Kerne
  • CPU-Kerne, L3-Cache und Speicher-Controller sind nicht mehr über einen Crossbar-Switch, sondern über eine Ringstruktur miteinander verbunden

  • eigener Cache für dekodierte Mikroinstruktionen
  • größerer BTB (Sprungzielpuffer)
  • Turbo Boost 2.0
  • Intel QuickSync Video:
  • AVX (Advanced Vector eXtensions)
  • kürzere Pipeline (14 – 19 Stufen)

Ivy Bridge

  • unterstützt PCI Express 3.0
  • integrierte Grafikeinheit verfügt über eigenen 3L-Cache und unterstützt nun auch DirectX 11, OpenGL 4.0 und OpenCL (bei den P-Modellen ist diese deaktiviert)

Haswell

  • jeweils eine zusätzliche ALU, AGU und Sprungeinheit (insgesamt 4 ALUs, 3 AGUs und 2 Sprungeinheiten)
  • HNI (Haswell New Instructions): enthält einige neue Befehle, u.a. für Vektorverarbeitung (AVX2), Bit-Manipulation (BMI) und FMA (Fused Multiply-Add)
  • integrierte Grafikeinheit unterstützt DirectX 11.1, OpenGL 4.3 und hat bis zu 40 Recheneinheiten statt wie bisher 16

    Broadwell

    • ntegrierte Grafikeinheit unterstützt nun auch DirectX 11.2, OpenGL 4.4, OpenCL 4.0, VP9 (Youtube-Videoformat) und H.265 (HEVC = High Efficiency Video Coding)
    • einige neue Befehle

    Broadwell-E

    • Neue Turbostufe „Turbo Boost Max 3.0“

    Skylake

    • 3 statt 2 Vektor-ALUs
    • CPU unterstützt einige neue Standards: DDR4-Arbeitsspeicher, SATA Express und Thunderbolt 3.0
    • integrierte Grafikeinheit unterstützt nun auch DirectX 12, OpenGL 4.5 und OpenCL 2.0 und ermöglicht den Anschluss von bis zu 4 Bildschirmen (via HDMI 1.4 oder DisplayPort 1.2)
    • neue Befehle

    Skylake-X

    • AVX-512-Erweiterung

    Kaby Lake

    • verbesserte Grafikeinheit

    Coffee Lake

    • Unterstützung von DDR4-Arbeitsspeicher mit einer effektiven Taktfrequenz von 2666 MHz (nur Core i5 und i7)
    • die Core-i3-Modelle haben nun 4 statt 2 Kerne, die i5- und -i7-Modelle besitzen 6 statt 4 Kerne

    Coffee Lake R

    Coffee Lake R (R steht für Refresh) ist im Grunde nur eine Neuauflage von Coffee Lake. Der wichtigste Unterschied: Der i9-9900K hat 8 statt 6 Kerne. Dank fest verlötetem Hitzeblech sind auch höhere Taktfrequenzen möglich.

    Skylake-X R

    • Dank fest verlötetem Hitzeblech (heatspreader) sind höhere Taktfrequenzen möglich.

    Cascade Lake-X

    • Unterstützung von DDR4-Speicher mit max. 2933 MHz statt 2666 MHz
    • 48 statt 44 PCI-Express-Lanes
    • Befehlssatzerweiterung für künstliche Intelligenz (VNNI)

    Comet Lake-S

    • Neuer Sockel mit 1200 Kontakten
    • max. 10 statt 8 Kerne
    • Teilweise Unterstützung von DDR4-2933
    • einzelne Threads können bei Bedarf deaktiviert werden
    • Neuer Turbo-Modus: Thermal Velocity Boost erhöht Frequenz um weitere 100 MHz (nur i9-10900-Modelle)

    Comet Lake Refresh

    • alle Modelle unterstützen jetzt Hyper-Threading
    • Speicher kann übertaktet werden

    Rocket Lake-S

    • Neuer Speichercontroller mit 2 Betriebsmodi
    • Neue Grafikeinheit auf Basis der Intel-Xe-Architektur
    • DDR4-3200-SDRAM- und PCI-Express-4.0-Unterstützung
    • größere 1L-/2L-Caches und Befehlspuffer
    • Neuer Turbo-Modus
    • 4 statt 2 Reservation Stations
    • AVX-512- Befehlssatzerweiterng

    Alder Lake-S

    • Hybrid-Architektur aus Leistungs- und Effizienzkernen
    • Entsprechend ihrer Prioritätsklasse werden die Prozesse von einem Thread Director dynamisch zwischen den Leistungs- und Effizienz-Kernen aufgeteilt
    • neues Fertigungsverfahren „Intel 7“ ermöglicht energieeffizientere Chips mit höherer Transistordichte
    • neuer Sockel mit 1700 Kontakten
    • größere Caches (der gemeinsame L3-Cache hat sich fast verdoppelt)
    • Unterstützung von PCI Express 5.0 und DDR5-Arbeitsspeicher

    Modellübersicht

    ProduktreiheKerne/ThreadsCache (MB)SchnittstelleUnterstützter RAMBesondere Merkmale
    TB 2.0TB Max 3.0TVBHT
    8. Generation (8xxx)
    Core i34/4bis zu 81151DDR-2400nein
    Core i56/69DDR4-2133, DDR4-2400, DDR4-2666janein
    Core i76/1212janeinja
    X-Serie(7xxxX)
    Core i54/462066DDR4-1866, DDR4-2133, DDR4-2400janein
    Core i7bis zu 8/16bis zu 11janeinja
    Core i9bis zu 16/3213,75DDR4-2666janeinja
    9. Generation
    Core i34/46/81151DDR4-2400janein
    Core i56/69DDR4-2666janein
    Core i78/812janein
    Core i98/1616janeinja
    X-Serie
    Core i78/1616,52066DDR4-2666jajaneinja
    Core i9bis zu 18/36bis zu 24,75jajaneinja
    10. Generation
    Core i34/86/81200DDR4-2666janeinja
    Core i56/1212janeinja
    Core i78/1616DDR4-2933jajaneinja
    Core i910/2020jajaja*ja
    X-Serie
    Core i9bis zu 18/36bis zu 24,752066DDR4-2933jajaneinja
    11. Generation
    Core i56/12121200DDR4-3200janeinja
    Core i78/1616jajaneinja
    Core i98/16jajajaja
    12. Generation
    Core i56/12
    10(6 P/4 E)/16
    18
    20
    1700DDR4-3200, DDR5-4800janeinja
    Core i712(8 P/4 E)/2025janeinja
    Core i916(8 P/8 E)/2430janeinja

    * = nur Core i9-10900 bzw. i9-11900 und Varianten
    Quelle: ark.intel.com

    Kerne/Threads

    Ein Kern ist ein vollständiger Prozessor mit allen Funktionseinheiten, befindet sich aber auf demselben Chip wie die anderen Kerne und teilt mit ihnen nur einen gemeinsamen 3rd-Level- Cache. Als Thread bezeichnet man einen eigenständigen Befehlsstrang eines Programms, der gleichzeitig mit anderen Befehlssträngen bzw. Programmfunktionen ausgeführt werden kann. Threads müssen sich die Recheneinheiten (ALUs und FPUs) eines CPU-Kerns teilen, können aber eigene Register nutzen. Ein intelligentes Steuerwerk sorgt dafür, dass die eintreffenden Befehle immer gleichmäßig auf die Recheneinheiten aufgeteilt werden und es nicht zu Wartezeiten kommt. Bei Mehrkernprozessoren, die sogenanntes Hyper-Threading (HT) unterstützen, kann jeder Kern 2 Threads gleichzeitig ausführen, deshalb ist die Anzahl der Threads immer doppelt so hoch.

    Schnittstelle

    Der Prozessor befindet sich in einem speziell angepassten Sockel auf der Hauptplatine, der sich neben den Arbeitsspeicher-Steckplätzen befindet. Intel bezeichnet seine Sockel meist entsprechend der Anzahl der Kontaktflächen (z.B. Sockel 1151). Meistens verwenden Prozessoren einer Produktreihe innerhalb einer Generation den gleichen Sockel, so dass ein späterer Wechsel in eine höhere Leistungsklasse (z.B. i3 auf i7) problemlos möglich ist (Ausnahme: 7. und 8. Generation). Nur eine Aktualisierung der Software auf der Hauptplatine ist unter Umständen notwendig.

    Intel Turbo-Boost 2.0 (TB 2.0)

    Prozessoren mit Turbo-Boost erhöhen bei voller Auslastung automatisch die (Basis-)Taktfrequenz, solange Stromstärke, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung (TDP) eine festgelegte Obergrenze nicht erreichen. Die maximal erreichbare Taktfrequenz hängt dabei auch von der Anzahl der genutzten CPU-Kerne ab. Je mehr Kerne aktiv sind, desto geringer ist die im Turbomodus maximal erreichbare Taktfrequenz.

    Intel Turbo-Boost-Max 3.0 (TB Max 3.0)

    Die verbesserte Version des Turbo-Boost ermöglicht noch höhere Taktfrequenzen, wenn von einem Programm nur maximal zwei CPU-Kerne angefordert werden. Die maximal erreichbare Taktfrequenz liegt oberhalb von TB 2.0.

    Thermal Velocity Boost (TVB)

    Dieser Turbo-Boost wird nur aktiviert, wenn die CPU-Temperatur unter 70° C liegt. Die maximal erreichbare Taktfrequenz liegt oberhalb von TB 3.0 und hängt ebenfalls von der Anzahl der genutzten CPU-Kerne ab.

    AMD

    Auch AMD bietet eine breite Produktpalette an, die sich an unterschiedlichen Zielgruppen orientiert: 

    • Die Athlon-Serie ist das Gegenstück zur Pentium/Celeron-Serie von Intel. Auch AMD verkauft seine preisgünstigsten Prozessoren der Ryzen-Serie mit 4 Kernen unter dem Markennamen Athlon.

    • Die A-Serie ist für Anwender gedacht, die sich keine Grafikkarte kaufen möchten, etwa weil sie einfach zu teuer, zu viel Platz benötigt oder viel Strom verbraucht. AMD bietet deshalb Prozessoren mit integrierter GPU in verschiedenen Leistungsklassen an: A4 (Einstiegsklasse), A6, A8, A10 und A12 (Mittelklasse).

    • Die Ryzen-Serie enthält die Mittelklasse-CPUs von AMD. Sie richtet sich vor allem an PC-Spieler.

    • Seine aktuellen Oberklasse-CPUs (HEDT) vermarktet AMD unter der martialisch anmutenden Bezeichnung „Threadripper„.

    Quelle

     

    Einsteiger

    A-Serie

    4 Kerne

    4 Threads

    Athlon

    4 Kerne

    4 Threads

    Mittelklasse

    Ryzen 3

    4 Kerne

    4 Threads

    Ryzen 5

    6 Kerne

    12 Threads

    Ryzen 7

    8 Kerne

    16 Threads

    Ryzen 9

    bis zu 16

    32

    High-End Desktop

    Threadripper

    bis zu 64 Kerne

    128 Threads

    Marktsegmente

    blau = Entry Level (Einsteiger)
    grün = Mainstream (Mittelklasse)
    orange = Workstation-Klasse
    rot = High-End Desktop (Oberklasse)

    Gemeinsame Merkmale der Ryzen-Serie

     

    • bis zu 16 (Threadripper: 64) CPU-Kerne
    • Simultanes Multithreading (2 Threads pro Kern)
    • 4 ALUs pro Kern
    • Die CPU-Kerne kommunizieren über ein als „Infinity Fabric“ bezeichnetes Netzwerk
    • SenseMI

    SenseMI nutzt Methoden des maschinellen Lernens, um ausgehend von Vergangenheitswerten einerseits ein optimales Verhältnis von Leistung und Stromverbrauch zu ermitteln und andererseits die Genauigkeit der Sprungvorhersage in Programmen zu verbessern. Die Technologie stellt folgende Funktionen zur Verfügung:

     

    • Pure Power: Echtzeit-Optimierung des Stromverbrauchs
    • Precision Boost: Sehr fein einstellbarer Turbomodus
    • XFR (Extended Frequency Range: ermöglicht bei entsprechend ausgelegter Kühlung (z.B. mit Wasser oder Flüssigstickstoff) eine noch stärkere Erhöhung der Taktfrequenz als im Turbomodus.
    • Smart Prefetch und Neural Net Prediction: Verbesserte Vorhersage des Programmablaufs

    Generationen

    GenerationCodenameModelleAnzahl CPU-KerneSockelStrukturbreite (nm)
    1. (Zen)Summit RidgeAthlon X4 9xx, Ryzen 3 1200/1300X, Ryzen 5 1400/1500X/1600(X), Ryzen 7 1700(X)/1800X4 - 8AM414
    WhitehavenRyzen Threadripper 1900X/1920X/1950X8 - 16TR414
    2. (Zen+)Pinnacle RidgeRyzen 3 2300X, Ryzen 2500/2600(X), Ryzen 7 2700(X)4 - 8AM412
    ColfaxRyzen Threadripper 2920X/2950X/2970WX/2990WX12 - 32TR412
    3. (Zen 2)MatisseRyzen 5 3600(X/XT), Ryzen 7 3700X/3800X(T), Ryzen 9 3900X(T)/3950X6 - 16AM47
    Starship/Castle PeakRyzen Threadripper 3960X/3970X24 - 32TR47
    4. (Zen 3)VermeerRyzen 5 5600X, Ryzen 7 5800X, Ryzen 9 5900X, Ryzen 9 5950X6 - 16AM47

    Verbesserungen und Optimierungen

    Pinnacle Ridge

    • verbesserter Speicher-Controller
    • Precision Boost 2.0: flexiblere und feiner abgestufte Frequenzanpassung
    • XFR wird auch bei mehr als einem aktiven Kern aktiviert (2.0)

    Colfax

    • Precision Boost Overdrive: erweiterter Übertaktungsspielraum

    Matisse

    • Unterstützung von PCI Express 4.0 und DDR4-SDRAM mit einer eff. Taktfrequenz von 3200 MHz
    • schnellere Infinity Fabric (Kommunikationsverbindungen zw. den einzelnen CPU-Kernen)
    • verbesserte Gleitkommaeinheit für schnellere Verarbeitung von AVX2-Befehlen
    • verbesserte Thread-Einteilung (Scheduling)

    Starship/Castle Peek

    • 72 PCI-Express-4.0-Lanes
    • schnellere Verbindung zwischen I/O-Hub und CPU (8 PCI-Express-4.0-Lanes

    Vermeer

    • 8 Kerne/32 MB pro Core Complex
    • Optimierungen: Mikroinstruktionscache, Sprungvorhersage, Load-/Store-Einheit

    Die Ryzen-Threadripper-Serie stellt AMDs Pendant zu Intels X-Serie für Enthusiasten dar und weist im Vergleich zu den normalen Ryzen-CPUs folgende Unterschiede auf:

    • Vier statt zwei Speicherkanäle
    • max. 512 GiB Arbeitsspeicher pro Kanal, insgesamt 2.048 GiB (4 x 512)
    • bis zu 32 Kerne
    • 60 statt 24 PCIe-3.0-Lanes, Threadrpper-Modelle der 3. Generation stellen sogar 64 PCIe-4.0-Lanes zur Verfügung

    Quelle

    Modellübersicht

    ModellbezeichnungAnzahl Kerne/ThreadsCache (MB)Schnittstelle (Sockel)Unterstützer RAMPB2PBO2XFR2SMT
    1. Generation (1xxx)
    Ryzen 34/42, 8AM4
    DDR4-2666
    neinneinneinnein
    Ryzen 54 bis 6 / 8 bis 122 bis 3 / 8 bis 16DDR4-2133, DDR4-2400, DDR4-2666neinneinneinja
    Ryzen 78/164, 16
    DDR4-2666
    neinneinneinja
    Ryzen Threadripper8/16, 12/24, 16/3220, 32TR4neinneinneinja
    2. Generation (2xxx)
    Ryzen 34/48AM4DDR4-2666, DDR4-2933janeinjanein
    Ryzen 56/1216janeinja*ja
    Ryzen 78/1616janeinja*ja
    Ryzen Threadripper (X-Serie)12/24, 32/6464TR4janeinjaja
    Ryzen Threadripper (WX-Serie)24/48, 32/6464janeinjaja
    3. Generation (3xxx)
    Ryzen 34/816AM4DDR4-3200janeinjaja
    Ryzen 56/1232janeinjaja
    Ryzen 78/1632janeinjaja
    Ryzen 912/24, 16/3264janeinjaja
    Ryzen Threadripper24/48, 32/64128TRX4janeinjaja
    4. Generation (5xxx)
    Ryzen 56/1232AM4DDR4-3200jajajaja
    Ryzen 78/1632jajajaja
    Ryzen 912/24, 16/3264jajajaja

    Schnittstelle

    Prozessoren einer Generation und Produktreihe verwenden den gleichen Sockel, so dass ein späterer Umstieg in eine höhere Leistungsklasse (z.B. A8 auf Ryzen 3) problemlos möglich ist. Dazu ist lediglich eine Aktualisierung der Software auf der Hauptplatine notwendig.

    Precision Boost 2.0 (PB2)

    Auch AMD-Prozessoren verfügen über einen Turbo-Modus, er wird aber als Precision Boost bezeichnet. In Abhängigkeit von Auslastung, Temperatur und Stromverbrauch wird die Taktfrequenz automatisch über die Basisfrequenz hinaus erhöht. Während Precision Boost 1.0 nur mit einem CPU-Kern funktioniert, kann Precision Boost 2.0 den Basistakt aller Kerne erhöhen, wobei dieser von der Anzahl der aktiven Kerne abhängt.

    Precision Boost Overdrive 2.0 (PBO2)

    Mit Precision Boost Overdrive 2.0 ermöglicht die Anpassung der Takt-/Spannungskurve für jeden CPU-Kern in bis zu 30 Stufen.

    eXtended Frequency Range 2.0 (XFR2)

    Bei idealer Kühlung (z.B. Wasserkühlung) kann die Taktfrequenz dank XFR (eXtended Frequency Range) noch weiter erhöht werden. Die maximale Übertaktung hängt vom Modell ab:

    • bei den normalen Modellen +50 MHz über Turbo-Takt
    • bei den X-Modellen 100 MHz über Turbo-Takt
    • beim Threadripper 200 MHz über Turbo-Takt

    Modellnummer

    Die Bedeutung der einzelnen Ziffern der drei- oder vierstelligen Modellnummer ist abhängig von Hersteller, Prozessorserie und -generation. Allgemein gilt jedoch: Je höher die Modellnummer, destro höher die Leistung und die Anzahl der besonderen Merkmale.

    Intel Core-i3,- i5, -i7 und -i9

    • Offener Multiplikator (Suffix K): Der Multiplikator gibt das Verhältnis der Taktfrequenz zwischen Prozessor- und Systemtakt (Referenztakt von 100 MHz) an. Der maximale Multiplikator ist i.d.R. fest vorgegeben, kann aber bei bestimmten Prozessormodellen vom Benutzer per Software verändert werden. Dadurch ist es (auf eigene Gefahr hin!) möglich, den Prozessor oberhalb der angegebenen Taktfrequenz zu betreiben, um mehr Leistung zu erzielen. Die Bedeutung bei AMD-CPUs ist identisch.
    • Mit dem Suffix „X“ werden CPUs für spezielle Anwendungen gekennzeichnet, die dem Server- und Workstation-Segment entstammen und deshalb auch einen anderen Sockel benötigen.
    • Extreme Edition (XE): Als Extreme Edition bezeichnete Intel früher seine aktuell leistungsfähigsten CPUs.
    • Die mit der 9. Generation der Core-i-Reihe eingeführte Endung „F“ kennzeichnet Modelle ohne eingebaute Grafikeinheit.
    • Die Endungen Y und U weisen auf extrem sparsame, in der Regel für den Gebrauch in tragbaren PCs vorgesehene Prozessoren hin. Diese werden mit niedrigeren Taktfrequenzen betrieben und haben meist einen kleineren Cache als die normalen Modelle. H und B sind hingegen f0r die leistungsfähigsten, aber weniger sparsamen Modelle reserviert.

    Intel Pentium und Celeron

    Die normalen Pentium- und Celeron-CPUs, die im Grunde beschnittene Core-i-Prozessoren mit nur 2 Kernen (Celeron zusätzlich ohne Hyper-Threading) sind, kennzeichnet Intel durch ein G vor der Modellnummer, z.B. Pentium G5600. Die Pentium-CPU wird auch als „Pentium Gold“ vermarktet.Pentium- und Celeron-CPUs auf Basis der aktuellen Generation der Atom-Familie mit 4 Kernen werden durch ein N bzw. J gekennzeichnet. Atom-Prozessoren sind extrem sparsame und günstige CPUs für sehr kompakte, mobile Geräte. Die Pentium-CPUs werden auch als „Pentium Silver“ vermarktet.[Quelle]

     AMD A-Serie

    Mit der Endung E markiert AMD APUs, die eine niedrigere Taktfrequenz und einen stark abgesenkten TDP haben.

    AMD Ryzen-Serie

    Wie bei den Core-i-Prozessoren von Intel steht die erste Ziffer der vierstelligen Modellnummer unter Ausnahme der Ryzen-5000-Modelle für die Generation.

    • Ryzen 5 2400G – Die Endung „G“ weist auf eine integrierte Grafikeinheit und kleinere L2-/L3-Caches hin,
    • Ryzen 7 2700X – Ryzen-CPUs mit dem Suffix „X“ haben eine etwas höhere Taktfrequenz im Turbomodus und unterstützen XFR 2.