Aktuelle CPU-Bestenlisten Mai 2021

In Fachzeitschriften werden regelmäßig Leistungstests an aktuellen CPUs durchgeführt und die Ergebnisse in Bestenlisten zusammengefasst, um einen schnellen Vergleich zu ermöglichen. Die folgende Auflistung enthält jeweils die 5 besten Ergebnisse aus den aktuellen Bestenlisten.
CHIP CPU Rangliste (Mittelklasse)
  1. AMD Ryzen 9 5900X
  2. AMD Ryzen 9 3900XT
  3. AMD Ryzen 9 3900X
  4. AMD Ryzen 7 5800X
  5. Intel Core i9-10900KF
 
CHIP CPU Rangliste (Oberklasse)
  1. AMD Threadripper 3970X
  2. AMD Ryzen 9 5950X
  3. AMD Threadripper 3960X
  4. AMD Ryzen 9 3950X
  5. Intel Core i9-10980XE
ComputerBild: Die besten Prozessoren
  1. Intel Core i9-11900K
  2. AMD Ryzen Threadripper 3990X
  3. Intel Core i9-10900K
  4. AMD Ryzen 9 5950X
  5. Intel Core i9-10980XE
PCGames Hardware Benchmark-Bestenliste
  1. Intel Core i9-11900K
  2. AMD Ryzen 9 5950X
  3. AMD Ryzen 9 5900X
  4. AMD Ryzen 7 5800X
  5. Intel Core i7-10700K
Hinweis: Wenn ein Prozessor nicht aufgeführt ist, heißt das nicht immer, dass dieser schlecht abgeschnitten hat. Manchmal war ein angefordertes Testexemplar zum Testzeitpunkt einfach noch nicht verfügbar.

Infos und Benchmarks zur Ryzen-5000-Serie

Am 8. Oktober hat AMD seine neue CPU-Serie Ryzen 5000 der Öffentlichkeit vorgestellt. Nachdem AMD bereits mit dern Ryzen-3000-CPUs gegenüber Konkurrent Intel deutlich an Boden gewinnen konnte, will sich der Chiphersteller mit der „Zen 3“-Generation erstmals seit dem Erscheinen der Athlon-64-Serie im Jahr 2003 wieder den Titel für die schnellsten Spiele-CPUs zurückerobern.
Die Ryzen-5000-Serie umfasst neben dem Topmodell Ryzen 9 5950X (16 Kerne/32 Threads) die Modelle Ryzen 9 5900X (12 Kerne/24 Threads), Ryzen 7 5800X (8 Kerne/16 Threads) und Ryzen 5 5600X (6 Kerne/12 Threads). Sie wird ab 5. November im Handel erhältlich sein.
Verbesserungen gegenüber der Ryzen-3000-Serie (Zen 2)
Um Bandbreite und Zugriffszeit des Cache zu verbessern, wurde der interne Aufbau des Chips leicht verändert. Ein CCX (Core Complex) besteht nun aus 8 CPU-Kernen und 32 MB 3rd-Level-Cache anstatt 4 CPU-Kernen und 16 MB 3rd-Level-Cache. Dadurch kann jeder CPU-Kern auf die doppelte Menge an 3rd-Level-Cache zugreifen, wodurch besonders die Leistung im Single-Core-Betrieb (d.h. es ist nur ein Kern aktiv) erhöht wird.
Weitere Optimierungen umfassen neben dem Cache für Mikroinstruktionen, der Sprungvorhersage auch die Load-/Store-Einheit: Pro Taktzyklus konnen jetzt 3 Operanden geladen (Load) oder 2 Operanden gespeichert (Store) werden, bei der Zen-2-Generation waren es nur 2 bzw. 1 Operand(en).
Kompatibilität mit bestehenden Systemen
Die neuen Ryzen-5000-Prozessoren nutzen als Schnittstelle weiterhin den AM4-Sockel. Sie können sowohl auf Mainboards mit den aktuellen 500er I/O-Hubs X570, B550 und A520 als auch mit den I/O- Hubs der Vorgängergeneration X470 und B450 betrieben werden, allerdings erst nach einem entsprechenden BIOS-Update (AGESA 1.0.8.0/1.1.0.0). Für Hauptplatinen mit 400er I/O-Hubs wird es dieses erst 2021 verfügbar sein.
Leistung
Laut AMD soll die Anzahl der ausgeführten Befehle pro Taktzyklus (IPC, Instructions per clock) um 19 Prozent höher liegen als bei der Vorgängergeneration Zen 2. Die Spieleleistung des Ryzen 9 5900X unter zehn von AMD ausgewählten Titeln soll im Durchschnitt 26 Prozent über der des Vorgängers Ryzen 9 3900X liegen.
Mit einem Ergebnis von 640 Punkten im Cinebench-R20-Leistungstest (Single-Core-Betrieb) liegt der Ryzen 9 5950X deutlich vor dem bisherigen Spitzenreiter Intel Core i9-10900K, der nur 539 Punkte erreicht.
Im PCGH-Leistungstest für Spiele liegt der Ryzen 5950X (16 Kerne) m Schnitt 11,6 Prozent vor dem bisherigen Spitzenreiter Intel Core i9-10900K (10 Kerne). Allerdings ist der Ryzen 5900X die bessere Alternative, da er trotz des wesentlich niedrigeren Preises fast gleichauf mit dem größeren Bruder liegt.
Ryzen-4000-Serie
Bei den Ryzen-4000-Serie handelt es sich um Ryzen-3000-CPUs mit integrierter Grafikeinheit (sog. APUs – Accelerated Processing Units) und verkleinertem 3L-Cache. Sie beruhen noch auf der älteren Zen-2-Mikroarchitektur.
Quellen:

Infos und Benchmarks zu den Core-i-CPUs der 10. Generation

Am 30. April veröffentlichte Intel erstmals offizielle technische Details zu seiner kommenden CPU-Generation. Die ersten CPUs werden am 20. Mai erwatet. Deshalb gibt es an dieser Stelle einen kurzen Überblick über die wichtigsten technischen Neuerungen gegenüber der Vorgängergeneration.

Bei den Core-i-Prozessoren der 10. Generation, auch unter dem Codenamen Comet Lake-S bekannt, handelt es sich um den mittlerweilen (nach Kaby Lake, Coffee Lake und Coffee Lake R) vierten Aufguss der fünf Jahre alten Skylake-Mikroarchitektur. Echte Innovationen sind demnach nicht zu erwarten. Auch der 14-nm-Fertigungsprozess bleibt unverändert.
Insgesamt umfasst die Core-i-10000-Serie 32 Modelle, beginnend beim Einsteigermodell, dem Core i3-10100 mit 4 Kernen, bis hin zum Oberklassemodell, dem Core i9-10900(K/KF) mit 10 Kernen.
 
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
  • Die maximale Anzahl von CPU-Kernen wurde von 8 auf 10 erhöht.
  • Alle Modelle unterstützten nun Hyper-Threading, also die virtuelle Kernverdoppelung. Bei der Vorgängergeneration hatten nur die Core-i9-CPUs diese Fähigkeit.
  • Einzelne Threads können nun softwareseitig deaktiviert werden. Diese Maßnahme kann zu Leistungsgewinnen v.a. bei Spielen führen, da diese schlechter  mit vielen Kernen bzw. Threads umgehen können als normale Anwendungen.
  • Die Prozessoren besitzen 49 zusätzliche Kontakte und erfordern deshalb eine neue Schnittstelle, den Sockel 1200. Diese Anschlüsse stellen u.a. die Stromversorgung für die zusätzlichen CPU-Kerne zur Verfügung (max. 166 A statt 133 A).
  • Die beiden Modelle i9-10900 und i7-10700 bieten nun DDR4-2933-Unterstuetzung. Die 9. Generation unterstützte ausschließlich DDR4 mit einer effektiven Taktfrequenz von 2666 MHz.
  • Die maximal bei einem aktiven CPU-Kern erreichbare Taktfrequenz (Single-Core Turbo-Boost) des Spitzenmodells wurde mittels Thermal Velocity Boost (TVB) von 5,2 auf 5,3 GHz erhöht. In diesem Modus kann, so lange die Temperatur der CPU unterhalb der festgelegten Grenze von 70 °C liegt, die Taktfrequenz um 100 MHz höher liegen als im normalen Turbo-Modus (Turbo Boost Max 3.0), vorausgesetzt das eingestellte Leistungslimit der Stromversorgung wird nicht überschritten.
Quellen:
Leistung eines Core i9-10900K
  • Spiele
Was die Leistung in aktuellen Spieletiteln betrifft, liegen die Intel-Prozessoren immer noch knapp vor ihren AMD-Pendants. Das Spitzenmodell, der Core i9-10900K (10 Kerne/4,9 GHz), erreicht im Vergleichs-Test der Gamestar im Durchschnitt eine um 12 Prozent höhere Bildrate (Bilder pro Sekunde, fps) als ein Ryzen 9 3900X (12 Kerne/ca. 4,15 GHz). Das liegt daran, weil Spiele nach wie vor mehr von höheren Taktraten als von einer höheren Anzahl CPU-Kernen profitieren.
Im Vergleich zum Vorgänger, dem Core i9-9900K(S), ist der Leistungsunterschied so gering, dass dieser in der Praxis kaum ins Gewicht fällt. [Quelle]
  • Anwendungen
In diesem Bereich fällt der Vorsprung der Intel-CPUs geringer aus. Bei Anwendungen, die mit steigender Kernzahl gut skalieren, liegt der Ryzen 9 3900X vor dem Core i9-10900K. Dies zeigt besonders der Leistungstest Cinebench R15: Hier liegt die AMD-CPU sogar 15 Prozent vor der Intel-CPU.
Hier ist auch aufgrund der zwei zusätzlichen Kerne die Mehrleistung im Vergleich zum direkten Vorgänger größer. [Quelle]
Fazit
Der Intel Core i9-10900K ist trotz veralteter Technik der aktuell schnellste, aber auch teuerste Prozessor für Desktop-PCs. Die zusätzliche Leistung wird hauptsächlich durch eine Erhöhung von Kernzahl und Taktfrequenz erzielt. Für einen reinen Gaming-PC reicht allerdings eine günstigere Core-i5- oder Core-i7-CPU der beiden Vorgängergeneration (z.B. i7-8700K) vollkommen aus.